Einblicke...

... in viele kleine Kämmerchen...

mh

Manchmal beneide ich Menschen, die nur ein oder zwei Hobbies haben und darin voll aufgehen.

Oder die, die aus ihrer Begabung einen Beruf machen konnten, der sie ausfüllt.

 

Vielleicht wäre mir letzteres auch gelungen, wenn ich a) nicht so viele Interessen gehabt und b) meine Mutter nicht darauf bestanden hätte, daß ich einen "anständigen" Beruf erlerne.

 

Nun, das glückte mir auch etwas verspätet, und ich muss sagen - so im Nachhinein - ich habe auch daraus etwas gemacht, was damals noch nicht alltäglich war, und insofern hat er mich - zumindest etliche Jahre lang - mehr als voll ausgefüllt.

 

Aber irgendwann war es genug damit, meine Kräfte waren so gut wie aufgebraucht und ich bekam die Quittung in Form eines massiven Burn-Outs, so dass ich gezwungen war, die Notbremse zu ziehen.

 

Dafür kann ich mich jetzt wieder einer Kreativität widmen, die nicht von Terminen, Politik und Collateralberufen abhängig ist, und dafür bin ich meinem Burn Out sehr dankbar.

 

Allerdings ist auch dieser Zustand nicht ohne Tücken - gibt es doch so viel nachzuholen oder neu zu erfahren und überhaupt - wo will ich eigentlich hin?

 

Und solange ich das noch nicht weiß, treibe ich mich auf etlichen Gebieten herum, probiere fast alles aus, was mich interessiert oder interessieren könnte und hoffe, irgendwann eine Quintessenz zu finden, die mich glücklich macht. 

 

Dabei hilft mir natürlich zum einen die Begabung, die mir unverdient vererbt wurde, zum anderen die Unterrichtungen, die mir mein Paps in Kinderjahren zukommen ließ, sicher auch die Semester an der Meisterschule für Mode / Modegrafik in München, die ich dann leider abgebrochen hatte, um wieder zur Schule zu gehen, und last not least die etlichen Semester an der HBK (Hochschule für bildende Künst Braunschweig) in den Bereichen Kunstpädagogik / HL und Freie Kunst.